25. Jahrestag des Falls des Eisernen Vorhangs – bei den Feiern wurden Bäume der Freundschaft gepflanzt

18. November 2014

Zum Anlass der Feierlichkeiten des Falls des Eisernen Vorhangs haben sich die Vertreter der deutschen und tschechischen Seite am Samstag, dem 8. November 2014, am Grenzübergang Folmava/Furth im Wald getroffen um gemeinsam die Nationalbäume der beiden Länder – die Winterlinde und die Stieleiche zu pflanzen.

Der Erinnerungsakt zum 25. Jahrestag des Falls des Eisernen Vorhangs fand direkt am Grenzübergang zwischen der Tschechischen Republik und Deutschland statt, wo vor einem Vierteljahrhundert der sog. „Eiserne Vorhang“ fiel. Die Redner erinnerten sich in ihren Reden an die Zeit, in der die Grenze noch geschlossen war und auch an die Augenblicke, in denen es zu Änderungen kam, die zur Öffnung der Grenze führten. Der Hauptmann Václav Šlajs erwähnte unter anderem die gute Zusammenarbeit mit unseren deutschen Nachbarn. „Dank der Öffnung der Grenze konnten Menschen nicht nur frei reisen, sondern es hat sich auch Möglichkeit der Zusammenarbeit der beiden Länder aufgetan. Mit unserer Partnerregion haben wir viele Projekte realisiert und wir arbeiten in verschiedensten Bereichen zusammen und ich wage zu sagen, dass wir nach dieser Zeit auch Freunde geworden sind,“  gab Václav Šlajs an.

Als Zeichen der Freundschaft beider Länder wurden an der Grenze Nationalbäume gepflanzt. An der Festveranstaltung nahmen für die Tschechische Republik die Ministerin für Arbeit und Soziales Michaela Marksová-Tominová und der Hauptmann Václav Šlajs teil, für die deutsche Seite waren der Regierungspräsident der Oberpfalz Axel Bartelt und der Landrat des Bezirks Cham und der Bezirkstagspräsident der Oberpfalz Franz Löffler beteiligt.

Zwischen den Bäumen wurde neuerdings eine Bank mit einem Schild platziert. Auf dem Schild steht zweisprachig folgender Text: „Die Bäume neben dieser Bank wurden am 8. November 2014 anlässlich des 25. Jahrestags des Falls des Eisernen Vorhangs eingepflanzt."

Der feierliche Nachmittag wurde auf der tschechischen Seite mit dem Auftritt der deutsch –tschechischen Sängerin Debbi beendet.

Die Feierlichkeiten setzten dann in der deutschen Stadt Furth im Wald fort, wo die Pontifikalvesper zelebriert von Bischöfen Dr. Rudolf Voderholzer  und František Radkovský stattfand. Danach folgte ein Abendprogramm im Tagungszentrum, in dessen Rahmen Kreisehrenzeichen verliehen wurden, die der Landrat des Landkreises Cham und der Bezirkstagspräsident der Oberpfalz Franz Löffler übergab. Die Auszeichnungen erhielten: Jan Benda (Taus), Jan Löffelmann (Neugedein), Karl Reitmeier (Waldmünchen) und Karel Smutný (Klentsch).

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Foto: Jindra Radová