In Bayerisch Eisenstein/Alžbětín wurde an das 30. Jubiläum der Wiedereröffnung erinnert

obrazek
30. Juni 2021 09:55, Mgr. Petra Kropáčková
Vor genau 30 Jahren gedachten die Vertreter der Region Pilsen und Bayern der Wiedereröffnung des Grenzbahnhofs Železná Ruda – Alžbětín.
Mit einem symbolischen Knopfdruck hat Bundeskanzler Helmut Kohl am 2. Juni 1991 das Eisenbahnsignal betätigt und dadurch symbolisch die Einfahrt in den Bahnhof eröffnet, der während der kommunistischen Regierung geschlossen war. Der gemeinsame tschechisch-bayerische Bahnhof Železná Ruda – Bayerisch Eisenstein wurde in den Jahren 1876 bis 1877 erbaut. Am 3. September 1953 wurde der Grenzübergang Železná Ruda – Alžbětín geschlossen, der Zaun aus Stacheldraht teilte das Gebäude und die Gleise und der Bahnhof blieb fast 40 Jahre verlassen. Anfang der Neunzigerjahre des 20. Jahrhunderts wurde der Bahnhof von der Tschechischen Bahn saniert und danach wurde am 2. Juni 1991 nach langen Jahren die tschechoslowakische Hälfte des Bahnhofs in Betrieb gesetzt.
Der Festakt fand aufgrund der Pandemiesituation im kleinen Kreis im Außenbereich vor dem Hauptbahnhofsgebäude statt. Die Landrätin des Landkreises Regen Rita Röhrl begrüßte die anwesenden Gäste und betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit und die Entfaltung der freundschaftlichen Beziehungen auf beiden Seiten der Grenze. Unter den Gästen fehlten nicht die ehemaligen und jetzigen Bürgermeister von Železná Ruda und Bayerisch Eisenstein.
„Ich möchte mich bei dem ehemaligen Bürgermeister von Železná Ruda Michal Šneberger bedanken, dass er diese bescheidene Kammerveranstaltung veranlasst hat. Die epidemiologische Situation auf beiden Seiten der Grenze hat sich ein bisschen anders entwickelt und bis zum letzten Moment wussten wir nicht, ob sich dieses Treffen physisch veranstalten lässt. Die Zusammenarbeit zwischen Bayern und der Region Pilsen ist langfristig auf einem guten Niveau und ich bin überzeugt, dass sie sich weiter vertiefen wird und besonders auf dem Gebiet des Tourismus haben wir einander etwas zu bieten. Unsere Zusammenarbeit ist völlig natürlich und logisch, weil wir die nächsten Nachbarn sind,“ gab Marcela Krejsová, die Regionsrätin der Region Pilsen für die Bereiche Tourismus, Partnerregionen, Außenbeziehungen und Unterstützung von Unternehmen an.
Der stellvertretende Regionspräsident Rudolf Salvetr erwähnte, dass er den heutigen Tag für eine langsame Rückkehr in das normale Leben hält und hofft auf regelmäßige Treffen der Bürgermeister, Studenten und anderen Bürger auf beiden Seiten der Grenze - so, wie es vor dem Eintritt der Pandemie war. Er hat sich bei der deutschen Seite bedankt, die eine riesige Bemühung gezeigt hat, unseren Menschen in dieser nicht leichten Zeit zu helfen. Über die Bedeutung der gemeinsamen Freundschaft haben auch weitere Redner gesprochen. Der Bürgermeister von Bayerisch Eisenstein Michael Herzog bezeichnete das Bahnhofsgebäude als das Symbol der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und erwähnte die Bedeutung der Gebäude auch aus touristischer Sicht. Der Bürgermeister von Železná Ruda Filip Smola gab an, dass obwohl wir verschiedene Sprachen sprechen, mit anderer Währung zahlen, wir viel Gemeinsames haben und voneinander lernen. Er bedankte sich bei den ehemaligen Bürgermeistern auf beiden Seiten der Grenze, die sich langfristig um die Entwicklung der gemeinsamen Beziehungen bemüht haben.
Der Erinnerungsakt setzte sich mit einer freien Diskussion am runden Tisch fort, wo man unter anderem über die grenzüberschreitenden Projekte und die zukünftige Zusammenarbeit gesprochen hat.

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