Die Vertreter der Grenzregionen in Tschechien und Bayern trafen sich zu weiteren Gesprächen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt standen das Gesundheitswesen, die Verkehrsinfrastruktur, die Unterstützung von Unternehmen sowie der Naturschutz. Die Region Pilsen wurde durch den stellvertretenden Regionspräsidenten für die Bereiche IT und europäische Angelegenheiten, Herrn Martin Rybár, vertreten. Über die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit diskutierten auch Vertreter der Region Karlsbad und der Region Südböhmen.

,,Ich verfolge gern, dass die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn tiefer wird. Für die Menschen ist es nicht wichtig, wo die Grenze liegt. Wenn sie den Facharzt im konkreten Fachbereich benötigen, muss es für die Möglichkeit geben, zu dem nächsten gehen. Es ist auch wichtig zugleich den Wirtschaftsmarkt und den Verkehr zu verbinden. Ich bin überzeugt, wir haben was gegenseitig zu anbieten,“ gab der stellvertretende Regionspräsident für die Bereiche IT und europäische Angelegenheiten Martin Rybár an.
Für einige Menschen im Grenzgebiet ist die nächstgelegene medizinische Einrichtung über die Grenze hinweg. Genau deshalb konzentrieren sich beide Seiten darauf, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Patienten ermöglichen, die Versorgung dort in Anspruch zu nehmen, wo sie am schnellsten verfügbar ist, und gleichzeitig klare Regelungen für die Kostenübernahme sicherstellen. Eine gute Erfahrung ist bereits heute das gemeinsame Einsatzleitsystem des Rettungsdienstes der Region Pilsen und Regensburg, das den Disponenten einen Überblick über die nächstgelegenen Rettungswagen gibt.
Ebenso wichtig ist der Verkehr. Für die Region Pilsen ist die Verbindung über Domažlice in Richtung München von zentraler Bedeutung, die sowohl für die Bewohner als auch für die Unternehmen in der Grenzregion entscheidend ist. Die Region unterstützt daher den weiteren Ausbau der Infrastruktur und möchte die konkreten Auswirkungen geplanter Bauvorhaben auf das Leben der Menschen in der Region kennen.

Der Rat für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik wurde im April 2023 gegründet, mit dem Ziel, die Interessen der grenznahen Regionen auf bayerischer Seite zu strukturieren und zu bündeln sowie diese in Kooperation mit tschechischen Partnern weiter zu verfolgen. Die Funktion des Vorsitzenden des Rates für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit übernahm im Jahr 2024 der Staatssekretär Martin Schöffel.
Zu den Mitgliedern des Rates gehören die Regierungspräsidenten und Bezirkstagspräsidenten von Oberfranken, der Oberpfalz und Niederbayern, acht Landräte der grenznahgelegenen Landkreise Bayerns, die Vorsitzenden der EUREGIO Bayerischer Wald – Šumava – Unterer Inn und EUREGIO EGRENSIS sowie das bayerische Präsidium der Europäischen Region Donau – Moldau.